Buchhandel erleichtert: Buchpreisbindung bleibt

Der Buchhandel atmet erleichtert auf: Die EU-Kommission hat sich im Rahmen der Verhandlungen über das umstrittene Freihandelsabkommen TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) endlich auch eindeutig zur Buchpreisbindung geäußert und diese bekräftigt.

Der Börsenverein teilte Ende September mit, dass sich EU-Kommissarin Malmström schriftlich an den Börsenverein gewandt hatte, und kommentierte das Schreiben:

»Demnach werden nationale Buchpreisbindungssysteme wie das sowohl für gedruckte wie für elektronische Bücher geltende deutsche Buchpreisbindungsgesetz durch das geplante Freihandelsabkommen TTIP in keiner Weise beeinträchtigt werden. Das bedeutet z.B., dass auch US-amerikanische E-Book-Plattformen beim Verkauf deutschsprachiger E-Books an Kunden mit Sitz in Deutschland dazu verpflichtet sind, den vom deutschen Verlag gebundenen Ladenpreis anzuwenden und Verstöße gegen diese Pflicht effektiv sanktioniert werden können.«
[Quelle: boersenverein.de]

Diese Wertschätzung der Buchpreisbindung ist gleichzeitig eine Wertschätzung der vielen kleinen Verlage und Buchhandlungen, für sie ist die Buchpreisbindung überlebenswichtig. Würde die Buchpreisbindung fallen, hätten Nischentitel keine Chance und es wären wahrscheinlich nur noch große Ketten und Konzerne übrig. In anderen Branchen (Beispiel: Tante-Emma-Läden), die keinen solchen Schutz genießen, ist dies bereits Wirklichkeit.

Freuen wir uns, dass uns Qualität & Vielfalt unseres Buchmarktes erhalten bleiben!